International ging es zu bei der Weihnachtsfeier der VT Böhl am 29. November. Dazu wurden die Gäste in der voll besetzten VT-Halle von Mitgliedern in zahlreichen Sprachen begrüßt. Manch einer hatte vorher nicht gewusst, wieviele Nationalitäten die VT vereint. Und so wurde die Reise um die Welt auf der Bühne für einige Gäste auch zur Stippvisite in ihrem Herkunftsland.

 

Den Auftakt machte die Eltern-Kind-Gruppe von Simone Weidling. Zum bekannten Kinderlied „Eine Fahrt mit dem Bus“ zeigten die jüngsten Turner, was sich an so einem Bus alles bewegt, während er die Passagiere zu ihrem Ziel bringt. Moderator Lennart Riedel kam leider zu spät und verpasste den Bus. Und wer war Schuld? „Die Deutsche Bahn“, schimpfte er.

Da passte es gut, dass die Stepping Monsters von Kirsten Riedel auf der Bühne gleich darauf eine Fahrt „Über Frankfurt/Main nach Lummerland“ zeigten. In rot-schwarzen Kostümen nahmen sie mit ihrer Step-Vorführung die Bahn aufs Korn und ließen die rasante Fahrt auf der „Insel mit zwei Bergen“ im Reich von Jim Knopf enden.

Die Vier- und Fünfjährigen Turner von Kristin Deege und Jessica Hess. tauften die Insel kurzerhand um in „Tika-Land“. Denn im gleichnamigen Lied geht es darum, wie man sich in diesem seltsamen Land begrüßt. Fröhlich hüpften und tanzten die Kinder in Hula-Röcken und Piraten-Kopftüchern um die Palmeninsel herum, um sich mal mit der Nase, mal mit dem Po anzustupsen.

Und ohne es zu merken, waren die Zuschauer übers Meer nach Afrika gereist. Mit „African Beat“ ließen die Böhler Bandits – trainiert von Kirsten Riedel – das Publikum den energiegeladenen Rhythmus des schwarzen Kontinents spüren. Ihre temporeiche Tanzdarbietung zu Trommelklängen begeisterte große wie kleine Zuschauer. Und so manche Nachwuchstänzerin versuchte im Saal, der Choreografie zu folgen.

Nach dieser Anstrengung hieß es erst einmal: Ab in den Flieger und zurücklehnen. Die Eltern-Kind-Gruppe und die Vier- und Fünfjährigen Turner von Natalie und Harald Reichel entführten zu einer „Reise um die Welt“. Im Schnelldurchlauf erklärten sie, welche Begrüßungen oder Tänze in Ländern wie Amerika, Japan oder auch im nahen Österreich üblich sind.

Dass auch das Geräteturnen bei der VT seinen Platz hat, zeigte die erste Gruppe Bubenturnen von Patrick Schneider und Daniel Hamacher nach der Pause. Unter dem Motto „Chinesische Mauer“ überwanden die jungen Sportler eine solche Mauer. Zwar hatten sie ein Trampolin als Hilfsmittel dabei, doch ihre Sprungtechnik reichte von Drehungen über Flugrollen bis hin zum Salto. Sogar eine menschliche Pyramide wurde übersprungen und vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

Etwas ruhiger wurde es im Anschluss bei der „Turn-WM 2014 in China“. Zu ruhiger Klaviermusik zeigten die Geräteturner unter der Leitung von Alexandra Urich-Klehr Übungen auf dem Schwebebalken, Handstand und einhändiges Radschlagen. Balance mussten auch die Vier- bis Sechsjährigen Turner aus Iggelheim (Monika Böckler und Conny Kautsch) halten. Sie trafen sich zu waghalsigen Begegnungen auf der Wippe oder dem Kasten.

Von China reise die Festgesellschaft weiter nach Hawaii. Dort durfte bei der Vorführung der Vorschüler (Trainerinnen: Renate Hauck und Elisabeth Schneider) der Hula-Hoop-Reifen nicht fehlen. Zu passender Musik ließen die Kinder die Hüften kreisen und beeindruckten damit, wie lange sie die Reifen in der Höhe halten konnten. Und mindestens ebenso flott bot die Gruppe All about sports von Laura Vollweiler einen Querschnitt durch das internationale Kino.

In der Pause war die Gesellschaft weit gereist, denn plötzlich fanden sich die Zuschauer mitten in Russland wieder. Zu „Nastrowje, Kalinka“ zeigten die Stage Devils unter der Leitung von Kirsten Riedel, dass sie zurecht bei Wettbewerben regelmäßig zu den Favoriten gezählt werden und einen Preis nach dem anderen abstauben. Die temporeiche Chroeografie war selbst schon so etwas wie eine kleine Weltreise, denn musikalisch blieben die Tänzer nicht nur in „Moskau“.

Die Karateabteilung (Trainer: Marianne Schmid-Gehring und Robin Gabel) entführte gleich darauf nach Japan. Als Sumo-Ringer waren die Sportler auf der Bühne zu sehen. Um die entsprechenden Figuren zu bekommen, waren allerdings jede Menge dicker Kissen nötig. Nach den spaßigen Zweikämpfen zeigten einige Mitglieder dann, was sie tatsächlich beim Karate lernen und beeindruckten die Zuschauer.

Etwas zum Schmunzeln hatte die Gruppe Bubenturnen 2 von Patrick Schneider und Daniel Hamacher vorbereitet. Unter dem Titel „Live-Konzert in den USA“ waren zwei der Jungs im Stil der Back Street Boys zu sehen, wurden dann jedoch von zwei Geschlechtsgenossen im Spice-Girls-Kostüm an die Wand „gesungen“.

Als Figuren einer Spieluhr kamen schließlich die Mitglieder der Gruppe Rebellious Vision unter Leitung von Lennart Riedel auf die Bühne. „Racket on the Dancefloor“ stand im Programm, und dahinter verbarg sich eine spannende Mischung aus Breakdance- und Streetdance-Elementen. Das machte soviel Lust, selbst mitzutanzen, dass der gemeinsame Abschluss-Tanz-Flashmob nicht lange auf Teilnehmer warten musste. Zu „Santa Clause ist coming to town“ sollten möglichst alle jüngeren Besucher den Weg nach vorne finden. Denn dorthin hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits der Nikolaus auf den Weg gemacht. Und wie immer hatte er auch ein kleines Geschenk für die Kinder mitgebracht.

Das abwechslungsreiche Programm und die tolle Stimmung im Saal begeisterte die Besucher. Und die Eltern freuten sich, am Ende müde und zufriedene Kinder mit nach Hause nehmen zu können.

Julia Köller (Freie Journalistin und Mitglied der VT)

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