„Wenn ich groß bin, werde ich…“ lautete das Motto bei der Weihnachtsfeier der VT Böhl am 28. November 2015. Und so vielfältig wie die möglichen Berufe gestaltete sich auch das Programm, das die Kindergruppen in den Übungsstunden eigens zu diesem Anlass vorbereitet hatten.

 Dabei bewiesen schon die Kleinsten viel Kreativität und vollen Körpereinsatz. Denn die jüngsten Turner der Eltern-Kind-Gruppe Iggelheim eröffneten den Nachmittag mit ihrer Feuerwehrgymnastik. Unter der Leitung von Simone Weidling funktionierten die Kinder und ihre Eltern Schwimmnudeln kurzerhand zu Löschschläuchen um und schwenkten diese fleißig zur Musik von Volker Rosin. Passend dazu hatten sie sich natürlich in Feuerwehrkostüme geschmissen, was einige der kleinen Helden sichtlich genossen.

Zu einer Burgruine auf der Insel Bornholm entführten danach die Tänzer der Stepping Monsters unter der Leitung von Kirsten Riedel die Zuschauer. Krölle Bölle, die sagenumwobenen Trolle, erschienen auf der Bühne und führten einen wilden Tanz mit Steps und Fahnen vor, der bewies, wie sportlich die kleinen Fabelwesen tatsächlich sind. Besonders viel Mühe hatten sie sich auch mit ihren fantasievollen Kostümen gegeben. Und das nicht nur einmal, denn später im Programm traten die Stepping Monsters ein zweites Mal auf – dieses Mal im Outfit ihres jeweiligen Traumberufs.

Tolle Kostüme trugen auch die Vier- bis Fünfjährigen Turner aus Böhl, die mit ihren Übungsleitern Natalie und Tobias Reichel als fleißige Handwerker die Bühne stürmten. Über Bänke und Matten marschierten und turnten zahlreiche Bauarbeiter, Maler und viele andere Handwerker und schwangen dabei Pinsel, setzten Stein auf Stein und hobelten, was das Zeug hielt. Und mit ihren Verkleidungen zeigten sie vielleicht sogar wirklich, was sie später einmal werden möchten. 

Bei Jungs ebenfalls immer gern als Berufswunsch aufgezählt wird der Müllmann. Und so waren die Männer in Orange natürlich mit von der Partie. Die Mitglieder der Bubenturnen-Gruppe unter der Leitung von Thorsten Zimmermann vollführten mit prall gefüllten Müllsäcken über der Schulter Sprünge über den Kasten und führten Flugrollen vor. Bei so manchem waghalsigen Sprung stockte den Zuschauern dann kurz der Atem, aber die Buben hatten natürlich alles unter Kontrolle.

Mit Wahl eines Berufs wollten sich die Mädchen und Jungen aus dem Geräteturnen von Alexandra Urich-Klehr gar nicht lange aufhalten, sondern lieber gleich viel Geld besitzen. „Ich wär‘ so gerne Millionär“ von den Prinzen schallte aus den Lautsprechern, als die mit Geldscheinen bespickten Kinder mit Sprüngen, Rollen und Kerzen zeigten, wie erfolgreich sie in den vergangenen Monaten trainiert haben. Die Choreografie saß perfekt, und dass alle viel Spaß an der Sache hatten, war nicht zu übersehen.

Farbenfroh ging es nach der Pause weiter, als Harald Reichel mit seiner Böhler Eltern-Kind-Gruppe auf der Bühne Einzug hielt. „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ hatte sich die bunte Truppe als Motto ausgesucht. Und nachdem alle schon so richtig in Tanzlaune waren, legten die Turner mit „Lotta Karlotta“ noch eine Schippe drauf. Und dieses Mal mussten auch die Zuschauer ran, obwohl sie beim Sortieren der beim Mittanzen geforderten Körperteile gegen die Kleinen kaum eine Chance hatten.

Die Karate-Gruppe von Marianne Schmid-Gehring hatte sich überlegt, wie sich das Motto der Weihnachtsfeier mit ihrem Sport am besten vereinbaren lässt. Und so kamen die Kampfsportler als Personenschützer daher. Passend zu „Smooth Criminal“ von Michael Jackson führten sie verschiedene Karate-Bewegungen und Kampfabläufe vor.

Und zum Abschluss wurde es dann doch noch richtig weihnachtlich. Die Vier- bis Fünfjährigen Turner aus Böhl verwandelten die Bühne mit ihren Übungsleiterinnen Kristin Deege und Jessica Hess in eine Backstube. Zum bekannten Kinderlied „In der Weihnachtsbäckerei“ machten sich die Kinder tanzend an die Keksproduktion.

Und verbreiteten so die passende Stimmung für den hohen Besuch, der sich in jedem Jahr zum Ende der Weihnachtsfeier in der VT-Halle einfindet: Der Nikolaus hatte auch in 2015 wieder an die Böhl-Iggelheimer Kinder gedacht und jedem Nachwuchs-Turner als Geschenk ein Vereins-T-Shirt mitgebracht. Viele zogen es gleich an und spielten ausgelassen in der Halle. Denn bei allen Wünschen fürs Großsein war es dann offenbar doch ganz schön, noch jung genug fürs Toben zu sein.

Julia Köller

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